Goldene Kriegsschiffe

„Sie werden hundertmal schneller, größer und viel mächtiger sein als alle Kriegsschiffe, die je gebaut wurden“, sagt Trump. Natürlich fügt er hinzu, dass sie auch „schön“ sein werden. Die Goldene Flotte. „Ich bin ein sehr ästhetischer Mensch, und einige der Schiffe, die die Marine baut, gefallen mir ästhetisch nicht“, sagt er zur Marine. Die Geheimtechnologien seien „hässlich“, so viel ist klar. Schön hingegen sind natürlich die milliardenschweren goldenen Verträge, die die Taschen derjenigen füllen werden, die diese Goldene Flotte bauen.
Dezember 31, 2025
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Vielleicht sollte jemand Trump sagen, dass Kriegsschiffe der Vergangenheit angehören.

Im wahrsten Sinne des Wortes.

Vor etwa 84 Jahren, als in Pearl Harbor japanische Flugzeuge, die von Flugzeugträgern gestartet waren, einen Großteil der Schlachtschiffe versenkten, waren diese eindeutig überholt. Sie waren buchstäblich stehende Ziele. Und es handelte sich ausnahmslos um alte Schlachtschiffe aus dem Ersten Weltkrieg.

Das deutsche Schlachtschiff Bismarck hingegen war zum Zeitpunkt seines Einsatzes hochmodern, als es auf offener See manövrierend bewegungsunfähig gemacht wurde, während es vergeblich seine Haupt- und Sekundärbewaffnung auf langsame, doppeldeckige Flugzeuge aus der Zeit des Ersten Weltkriegs abfeuerte, die die Briten auf es angesetzt hatten. Eines dieser alten, wackeligen Flugzeuge ließ einen Torpedo am Heck der Bismarck fallen, der ihre Ruder blockierte und das Schiff kampfunfähig machte. Danach konnte es nur noch weite Kreise ziehen. Die britische Flotte holte auf und verwandelte die Bismarck systematisch in ein rauchendes Wrack.

Später im Krieg machten die Japaner dasselbe mit dem britischen Schlachtschiff Prince of Wales, das zuvor mit der Bismarck und ihrem Begleitschiff, dem schweren Kreuzer (im Grunde ein kleines Schlachtschiff) Prinz Eugen, zusammengestoßen war. Auch dieses britische Schlachtschiff war brandneu und hochmodern. Heute liegt es dank der japanischen Marine auf dem Meeresgrund. Dasselbe Schicksal ereilte neue italienische Schlachtschiffe, die sich den Alliierten ergeben wollten und von den Deutschen mit der Fritz X, der ersten im Krieg eingesetzten „intelligenten“ Bombe, von oben versenkt wurden.

Gegen Ende des Krieges wurde schließlich die Yamato versenkt – das mächtigste Schlachtschiff, das je in See gestochen war. Man schätzt ihre Verdrängung auf rund 70.000 Tonnen (20.000 mehr als die Bismarck), sie trug gewaltige 18-Zoll-Hauptgeschütze und war mit der dicksten Panzerung ausgestattet, die je ein Schlachtschiff besaß. Dennoch wurde sie von Flugzeugen der US-amerikanischen Flugzeugträger versenkt, während sie mit ihren zwar mächtigen, letztlich aber wirkungslosen Waffen verzweifelt zurückschoss.

Der springende Punkt ist: Schlachtschiffe sind als Museumsschiffe großartig. Ihre riesigen Geschütze zu sehen, ist beeindruckend – im Hafen. Auf See jedoch sind sie als Waffen im Grunde nutzlos, denn die Reichweite ihrer Hauptgeschütze beträgt maximal etwa 25 Meilen, ihre Panzerung kann durchschlagen werden, und sie können aus großer Entfernung mit Raketen versenkt werden, die vermutlich weniger kosten als auch nur eines der Sekundärgeschütze an Bord.

Im Übrigen gilt Ähnliches für Flugzeugträger, die als Stolz der Flotte die Schlachtschiffe abgelöst haben. Ein Dschihadist in einem HiLux kann einen Flugzeugträger mit einer einzigen schultergestützten Rakete auf den Meeresgrund schicken. Große Schiffe können Macht demonstrieren – aber wie bei Bodybuildern handelt es sich dabei im Wesentlichen um eine Show.

Was also denkt Trump?

Weiß er überhaupt, was ein Schlachtschiff ist? Oder will er sie einfach zurückhaben, weil sie groß und schön sind? Aus reiner Angeberei?

Er sagt auch, er wolle ihnen seinen eigenen Namen geben – einer ganzen Flotte. Er beschreibt sich selbst als einen „ästhetischen“ Menschen, was eine interessante Selbsteinschätzung ist, wenn man bedenkt, dass er offenbar eine Vorliebe dafür hat, alles wie ein Mafia-Boss der 1970er-Jahre in Gold zu hüllen.

„Sie werden hundertmal schneller, größer und viel mächtiger sein als alle Kriegsschiffe, die je gebaut wurden“, sagt Trump. Natürlich fügt er hinzu, dass sie auch „schön“ sein werden. Die Goldene Flotte. „Ich bin ein sehr ästhetischer Mensch, und einige der Schiffe, die die Marine baut, gefallen mir ästhetisch nicht“, sagt er zur Marine.

Die Tarn- und Geheimtechnologien seien offenbar „hässlich“.

Schön hingegen sind natürlich die milliardenschweren goldenen Verträge, die die Taschen derjenigen füllen werden, die diese Goldene Flotte bauen.

Wann werden goldene Caligulas den Dollar ersetzen?

Zur Erinnerung: Der römische Kaiser Caligula ordnete einst an, dass sein eigener Kot als Zahlungsmittel verwendet werden solle. Sind wir wirklich so weit davon entfernt?

Wahrscheinlich nicht.

Quelle: https://www.ericpetersautos.com/2025/12/23/golden-battleships/