Israel und Türkei konkurrieren um Japans Drohnenauftrag

Japans Verteidigungsbudget stieg im Jahr 2024 um 21 % auf rund 55,3 Milliarden US-Dollar, liegt aber im Vergleich zu Ländern wie der Ukraine, Saudi-Arabien oder Deutschland weiterhin auf relativ niedrigem Niveau.

Laut dem Nachrichtenportal „Defense Blog“ prüft Japan im Rahmen eines Drohnenbeschaffungsbudgets von 1 Billion Yen (6,3 Milliarden US-Dollar) die Beschaffung des Heron Mark II von Israel Aerospace Industries.

Jetzt berichtet die Website „Army Recognition“, dass Japan auch türkische Drohnen in Betracht zieht, die technologisch vergleichbar, aber kostengünstiger sind. Besonders bewertet werden die türkische Kargu-Selbstmorddrohne (Loitering Munition) sowie Modelle aus Spanien und Australien.

Japans Verteidigungsbudget

Aufgrund des relativ niedrigen Verteidigungsbudgets gilt Japan bislang nicht als bedeutender Exportmarkt für Israel. Das Budget stieg 2024 auf etwa 55,3 Milliarden US-Dollar, liegt damit aber weiterhin hinter Ländern wie der Ukraine, Saudi-Arabien und Deutschland. Während die NATO kürzlich das Verteidigungsbudgetziel von 2 % auf 5 % des BIP erhöhte, erklärte der japanische Verteidigungsminister Gen Nakatani, dass Tokyo bis 2027 lediglich eine Erhöhung um 2 % plane.

Im Bereich Drohnen sieht Japans Verteidigungsbudget für 2025 261 Millionen US-Dollar für den Erwerb von MQ-9B SeaGuardian-Drohnen aus den USA für maritime Aufklärungsmissionen vor. Zusätzlich sind 20 Millionen US-Dollar für kleine Angriffs-Drohnen vorgesehen, die zur Sicherung der südwestlichen Inseln Japans eingesetzt werden sollen. Aus japanischer Sicht stellt China die größte Bedrohung in der Asien-Pazifik-Region dar, gefolgt von Nordkorea.